Neu: Fjord Coffee Roasters und Koppi Roasters

Neu: Fjord Coffee Roasters und Koppi Roasters

in kaffeetipps,

Zwei weitere Spezialitätenröstereien stellen sich vor

Wir haben ab diesem Monat zwei neue Röstereien im Programm, die uns mit spannenden, herrlichen Spezialiätenkaffees versorgen. Diese neuen Sorten sind sowohl im Abo, und auch teilweise als Einzelprodukte erhältlich. Wir interessieren uns wie immer für die Leute und die Geschichten hinter den Bohnen und stellen euch somit heute unsere beiden Neulinge etwas genauer vor. Wir machen uns auf die Reise nach Berlin und Helsingborg.

Von Australien nach Berlin mit einer Vision im Gepäck

Fjord Coffee Roasters aus Berlin ist ein brandneues Start-up Unternehmen. Eigentlich handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt zweier Cafés. Silo Coffee in Berlin Friedrichshain und Father Carpenter Coffee Brewers in Berlin Mitte sind Spitzencafés, die gastronomische Kreativität („Vibrant Food“) mit großartigem Kaffee vereinen. Herkunft, fairer Handel, biologischer Anbau und Nachhaltigkeit werden sowohl beim Kaffee, als auch bei den Speisen großgeschrieben. Beide Cafés wurden vor einigen Jahren von den drei Australiern Kresten, Morgan und James gegründet, denen Berlin so gut gefiel, dass sie einfach dort geblieben sind. Australien hat seit vielen Jahren eine schillernde Kaffeeszene im treusten Stil der Third Wave of Coffee und Berlin ist auf dem besten Weg dahin. Die drei Australier tragen ihren Teil dazu bei.

Der Übergang vom eigenen Café zur eigenen Rösterei lag auf der Hand und hat sich ganz natürlich ergeben. Damit der Kaffee auch wirklich den Ansprüchen der drei Kaffeespezialisten aus Down Under entspricht, rösten sie also seit einigen Monat selbst. Unter dem Namen Fjord Coffee wird schonend, per Hand und auf den Punkt geröstet. Man legt bei Fjord Coffee Roasters sehr viel wert auf die Rohware. Die drei Experten aus Down Under pflegen eine intensive und transparente Beziehung zu ihren Importeuren (man war schon vor der Gründung der Rösterei befreundet) und kaufen nur dort Bohnen ein, wo alles stimmt. Prinzipiell sind hier zwei Faktoren wichtig: Die Qualität des Produktes und die Herkunft im Sinne von Nachhaltigkeit und fairem Handel. Die hohe Qualität einer Kaffeebohne hat somit einen doppelten positiven Effekt: Zum einen gelingt durch fachmännische, nicht-industrielle Röstung ein Spitzenkaffee mit unglaublichem Aroma, zum anderen wird die Herkunftsfarm unterstützt und finanziell fair entlohnt. Die Gründer von Fjord Coffee Roasters konnten in vielen Fällen selbst feststellen, wie die Infrastruktur und die Lebens- und Arbeitsbedingungen durch direkten, fairen Kaffeehandel am Herkunftsort verbessert wurden und diese Verbesserungen auch anhalten.

Den drei Kaffeefreunden aus Australien ist der Kunde wichtig. Man will keinen Kaffeetrend aufzwingen, sondern vielmehr Geschmackserlebnisse anbieten und die Rösterei richtet sich auch nach den Wünschen der Kunden. Es wird hell und dunkel geröstet, klassiche Röstgrade in Spezialiätenröstereien für Filter und Espresso. Durch die hauseigene Röstung können die Kunden das aromatische Getränk nun in den eignen Cafés (Silo und Father Carpenter ) und auch zu Hause genießen. Des Weiteren gibt es immer mehr Berliner Cafés (und sogar ein Pariser Café), die Fjord Coffee Roasters Kaffeebohnen verwenden.

Derzeit überzeugen Fjord Coffee Roasters aus Berlin mit CHECHELE FILTER aus Ätiopien und FINCA LA FLORIDA ESPRESSO aus Guatemala. Die Chelele – Bohnen macht sich unglaublich gut im Aeropress Coffeemaker, die Finca La Florida (Caturra- Varietät) haben wir im Vollautomaten getestet- das Ergebnis lässt sich schmecken!

Die erste schwedische Rösterei im Programm

Der zweite Newcomer im Programm ist eine Premiere, denn es handelt sich um die erste nicht-deutsche Rösterei im Sortiment. Koppi Fine Coffee Roasters liegt im idyllischen Helsingborg in Schweden und wurde 2007 von den Barista-Meistern Anne Lunell und Charles Nystrand gegründet. Die kleine Stadt in Südschweden hat mit dem Koppi Café und Rösterei definitiv eine weitere Sehenswürdigkeit für sich gewonnen. Die beiden Barista-Meister sind in der internationalen Kaffeeszene anerkannt und im Koppi Café können sie ihre Leidenschaft ausleben. Koppi ist im Ort alleine schon wegen seines Thekenausschanks ein Unikat, aber auch wegen des strikten Röstkonzeptes, welches von den schwedischen Visionären verfolgt wird. Bei Koppi wird hell geröstet. Das war für vielen Kunden zu Beginn merkwürdig und gewöhnungsbedürftig. Mittlerweile sind viele Menschen, die vor knapp 10 Jahren noch argwöhnisch waren, Stammkunden, die jeden Tag bei Koppi Kaffee trinken. Anne und Charles sind ständig auf der Suche nach dem perfekten Kaffee. Die Qualität der Rohware ist selbstverständlich ausschlaggebend. Die beiden kennen Ihre Produzenten, und haben in Reisen nach Panama, Costa Rica, Kenia und Äthiopien ein Abnahmenetzwerk aufgebaut. Koppi kauft ausschließlich von 5 verschiedenen Kaffeefarmen, die man persönlich besucht hat und steht so in direktem und nachhaltigem Kontakt mit den Menschen, die die Rohware produzieren. Das ist Qualitätskontrolle aus erster Hand. Gleichzeitig können sich diese Kaffeefarmen über eine ständige Abnahme ihrer Ware ohne Preisdumping freuen und haben die notwendigen finanzielle Sicherheit, um sich der erstklassigen Qualität ihres Produktes widmen.

Mindestens genauso wichtig wie die Kaffeebohne an sich ist der darauffolgende Schritt, der in der hauseigenen Rösterei stattfindet. Mit verschiedenen Röstgraden (immer so hell wie möglich) werden Säure, Zitrus- und tropische Früchte zur Geltung gebracht, genau wie Süße, Schokolade und Nussaromen. Die Zubereitung im eigenen Café ist eine Kunst für sich, oft wird mit dem Handfilter ganz besonders schonend gebrüht und der Kunde kann sich über eine fachkundige Beratung freuen.

Koppi hat schon so einige Auszeichnungen bekommen. Der schwedische Gastronomieratgeber „Whiteguide“ hat Koppi zur besten Kaffeebar Schwedens auserkoren. Das Barista Magazine hat Anne Lunell sogar zur „Sweden´s Queen of Coffee“ gemacht. Die beiden sind zwei namenhafte Größen und ihr Kaffee spricht für sich. Probieren und schwärmen erwünscht.